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Die Fach- und Berufsgesellschaft GET e.V. Gesellschaft für Entwicklungstherapie stellt sich vor:
Die GET wirbt für eine Psychotherapie, die auf ein Freisein-für ausgerichtet ist und weniger auf ein Freisein-von.
„Frei-sein für" meint eine Haltung, die offen ist für die unerwarteten Wendungen einer Entwicklung. Es meint aber auch das Eingehen von Bindungen und eine gewisse Hingabe. Nur so können „Dinge", auf die wir uns einlassen, ihre Entwicklung entfalten. Eine Psychotherapie mit dieser Ausrichtung nennen wir Entwicklungstherapie. Entwicklungstherapie sucht Veränderungsspielräume herzustellen.
Die Idee, einen Verband zu gründen, der die Interessen eines solchen Therapieverständnisses vertritt, geht auf ein Experiment zurück, das vor mehr als 20 Jahren in Köln gestartet wurde. Ein psychologischer Ansatz (Bildanalytische Psychologie), der ein deterministisches Entwicklungsverständnis überwindet, wurde zum Anlass für eine Ausbildung neuen Typs. Die Psychotherapie bekam eine eigene Wert- und Zielvorstellung, sie wollte Veränderungsspielräume herstellen. Damit erhält das „Freisein-für" auch eine Verkörperung. Dem klassischen Ziel einer Heilkunde, dem "Freisein-von" wird etwas Eigenes entgegengestellt.
Die GET greift diese Idee auf, die sich in dem konkreten Projekt und Ausbildungsgang realisiert hat, und schafft eine Plattform für alle diejenigen, die sich darin wiederfinden. Interessante Ziele können gemeinsam verfolgt werden: So kann sich der Verband z.B. für eine finanzielle Unterstützung einsetzen, die auch für eine Psychotherapie außerhalb der Krankenversorgung bereitsteht.
Die GET will die Psychotherapie dazu anregen, sich als eigenständige Profession zu verstehen: Die Psychotherapie lässt sich nicht einfach aus anderen Wissenschaften ableiten. Aufgrund ihrer Erfahrungen kann sie aber wichtige Impulse geben für die Psychologie und für die medizinische Wissenschaft.
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